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Geschichte

Der Turn- und Sportverein wurde 1932 aus der Taufe gehoben. Erster Vereinsvorstand war Alois Herrmann und Schriftführer wurde Eugen Weiß. Beide übten ihre Ämter bis zum Kriegsausbruch aus. Wer sich um die Finanzen kümmerte, ist nicht mehr bekannt. Entgegen seinem Namen war Fußball -bis 1973 die Tischtennisabteilung hinzukam- die einzige Sportart, die gepflegt wurde. 1933 rodeten Fußballanhänger ohne fremde Hilfe ein wüstes Heckengebiet im “Steinig“ und legten dort den ersten Fußballplatz an. Es waren unzählige Stunden nötig, um diesem Heckengebiet das Gesicht eines Fußballplatzes zu verleihen. Der “Steinigsportplatz“ wurde von einem Weg durchzogen, wenn also ein Landwirt während des Spiels zu seinem Grundstück wollte, musste dieses unterbrochen werden. Die Einweihung des Sportplatzes wurde 1934 mit einem großen Sportfest begangen.

Der Sportverein hatte damals 3 Fußballmannschaften. Es spielten 2 Senioren- und eine Jugendmannschaft. Spieler der Seniorenmannschaften waren u.a. soweit bekannt: Leo Kern, Josef Kern, Karl Leuser, Viktor Kern, Otto Lang, Ernst Daubenberger, Albert Weber, Alfons Weber und Josef Väth. Die Mannschaft war zu damaliger Zeit spielstark und war eine Spitzenmannschaft der B-Klasse. Spieler der damaligen Jugendmannschaften waren u.a. Alfons Schiemer, Viktor Kern, Emil Henninger und Leo Henninger. Oberwittstadt hatte damals 5 Spieler aus Gerichtstetten in der Mannschaft. Diese fuhren jeden Sonntag mit dem Fahrrad nach Oberwittstadt, um hier Fußball spielen zu können. Weiter verstärkt wurde die damalige Mannschaft durch die Landhelfer August Fütterer, Karl Marschlich, Karl Gruner und anderen, deren Namen heute nicht mehr bekannt sind. Zur damaligen Zeit gab es keine Verbandsrunde wie sie heute üblich ist. Die Spiele wurden nach einzelnen Vereinbarungen in freundschaftlichem Charakter ausgetragen. Gegner der damaligen Mannschaft waren: Westernhausen, Bieringen, Rosenberg, Altheim, Ballenberg, Hüngheim, Boxberg und Gommersdorf. Mit Gustav Weber stellte der TSV auch einen Schiedsrichter.

Am 02. Juli 1960 wurde mit einem Sportfest der neue Sportplatz im oberen Tal (beim ehemaligen Eisweiher) eingeweiht. Man war nun froh, dass man nicht mehr den weiten Weg zum “Steinig“ zurücklegen musste. Die kirchliche Weihe nahm Pfarrer Andreas Lanig vor. Im Juli 1962 war dann die Einweihung des Sportheims (das heutige alte Sportheim) Anlass zu einem Fest des TSV unter Vorstand Alfons Weber.

Vom 13. bis 15.08.1966 veranstaltete der TSV ein Sommernachtsfest. Durch den Auftritt der bekannten Karnevalisten Margit Sponheimer und Toni Hämmerle -der nach dem II. Weltkrieg für einige Jahre I. Vorsitzender des TSV war- und der Gesangsgruppe “Die Hämmerles“ wurde das Fest ein rauschender Erfolg und zu einem glanzvollen Ereignis in der langjährigen TSV-Vereinsgeschichte.

Der allzeit “festbereite“ TSV Oberwittstadt feierte vom 10. bis 12. Juli 1971 unter der Vorstandschaft von Peter Schwenk sein 25-jähriges Jubiläum. (25 Jahre, weil man von der Wiedergründung im Jahr 1946 ausging). Neben zahlreichen Persönlichkeiten der Sportwelt gab die rheinhessische Weinkönigin Annemarie aus Nierstein dem Fest eine besondere Note.

Im Jahr 1981 wurde das in Eigenregie neu gebaute TSV-Sportheim durch Pfarrer Lanig eingeweiht. Der damalige Ortsvorsteher Alois Schmitt bezeichnete die Einweihung des Sportheims als einen denkwürdigen Tag für Oberwittstadt. Sein Dank galt allen, die am Bau mitgeholfen hatten. Besonders hob er aber drei Männer für besondere Verdienste beim Bau des Sportheims hervor. Es waren dies der ehemalige erste Vorsitzende Walter Rüttenauer, unter dessen Vorsitz mit dem Bau begonnen wurde. Peter Schwenk, der I. Vorsitzender war, als der Bau vollendet wurde, sowie der damalige II. Vorsitzende Willi Rupp, welcher während der gesamten Bauzeit seine ganze Freizeit für den Verein opferte.

Nachdem der TSV mit Einführung der Bandenwerbung (Initiatoren: Dieter Rupp, Erhard Walz, Willi Rupp) 1995 neue Wege des Sportsponsorings gegangen ist, wurde 1997 auf Drängen des damals II. Vorsitzenden Reinhold Meister ein neuer Trainingsplatz incl. Unterflurberegnung und Ballfangzaun errichtet, bei dem er der Hauptinitiator war.

Im Jahr 2002 wurde das TSV-Sportheim gründlich saniert, (Einbau einer Sauna-Anlage, Sanierung der Umkleidekabinen usw.) bevor 2004 ein neuer Außenanstrich incl. Vereinswappen angebracht wurde.

In dieser Zeit setzte sich der damalige I. Vorsitzende Reinhold Meister vehement für eine Sportplatzerweiterung ein, die im Anschluss an das Jubiläums-Sportfest anlässlich des 75-jährigen Bestehen des TSV im Jahr 2007 durchgeführt wurde.